Projekt-Übersicht: H2-Folgeprodukte

Welche Grundlagen-​​Forschungsprojekte zum Thema Wasserstoff-Folgeprodukte forschen

Das Foto zeigt ein Chemiewerk bei Dämmerung.
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InnoSyn: Wie sich aus Wasserstoff und CO2 das Heizgas Methan und Vorläufer für klimafreundliche Kraftstoffe herstellen lassen 

Das Foto zeigt lagernde Gasflaschen mit Wasserstoff gefüllt.
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Für ein klimaneutrales Deutschland 2050 müssen vor allem die Bereiche klimafreundlich gestaltet werden, die heute das Klima am meisten belasten. Einer von vielen Bausteinen ist dabei die synthetische Herstellung von Methan und Kraftstoff. Methan als Hauptbestandteil von Erdgas ist eines der wichtigsten industriellen Heizgase, synthetische Kraftstoffe können den Flug- und Schwerlastverkehr klimafreundlich gestalten. Das Projekt InnoSyn will klimaschädliches CO2 als Rohstoff nutzen, um sowohl Methan als auch Vorläufer für synthetische Kraftstoffe mithilfe der Fischer-Tropsch-Synthese herzustellen. Bisher kommt dafür ein Gemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid zum Einsatz. Die Nutzung von Kohlendioxid statt Kohlenmonoxid könnte die Methan- und Kraftstoff-Produktion deutlich effizienter und damit klimafreundlicher gestalten. Weitere Infos folgen in Kürze.

Langtitel: Innovative Syntheseprozesse zur Erzeugung chemischer Energieträger aus grünem Wasserstoff in lastflexiblen Blasensäulenreaktoren

Förderkennzeichen: 03SF0616A-C

Gesamtfördersumme: ca. 2 Mio. Euro

Partner: DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie KIT (Koordination), Leibniz-Institut für Katalyse e.V., Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Projektlaufzeit: 01.03.2021 – 29.02.2024

Kontakt in das Projekt:

Dr.-Ing. Frank Graf
Koordinator des Projekts InnoSyn
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

+49 (0) 721 608412-21
 

NexPlas: Methanol-Herstellung aus Wasserstoff und CO2 – mithilfe von Plasma

Das Foto zeigt eine Plasmakugel.
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Wie das Projekt InnoSyn zielt NexPlas darauf ab, aus Grünem Wasserstoff und CO2 höherwertige Chemikalien herzustellen. Das Ziel von NexPlas ist die Herstellung von Methanol – einem wichtigen Rohstoff der Chemieindustrie. Das Besondere bei NexPlas: Für die Herstellung verbindet das Projekt ein Plasmaverfahren mit einem Membranverfahren. Plasma entsteht, indem Gas so viel Energie zugeführt wird, dass es teilweise oder sogar vollständig ionisiert wird – und dadurch elektrisch leitfähig wird. Das kombinierte NexPlas-Verfahren soll flexibel genutzt werden können. Das heißt: Es kann dann eingesetzt werden, wenn im Netz gerade mehr Strom vorhanden ist, als tatsächlich gebraucht wird. Weitere Infos folgen in Kürze.

Langtitel: NEXT GENERATION PLASMA CONVERSION: Integration von "grünem Wasserstoff" in die Plasma-Konversion von CO2

Förderkennzeichen: 03SF0618A–F

Gesamtfördersumme: ca. 2,9 Mio. Euro

Partner: Universität Stuttgart (Koordination), Technische Universität Darmstadt, Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Plasus GmbH, Muegge GmbH, Evonik Operations GmbH

Projektlaufzeit: 01.03.2021 – 29.02.2024

Kontakt in das Projekt:

Dr.-Ing. Andreas Schulz
Koordinator des Projekts NexPlas
Universität Stuttgart

+49 (0)711 685-62199

CarbonCycleMeOH: Machbarkeitsstudie zur Methanol-Herstellung aus CO2-Abgasen und Grünem Wasserstoff

Das Foto zeigt ein Chemiewerk hinter einem Feld bei Nacht.
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Selbst bei umfassenden Investitionen in den Klimaschutz lassen sich langfristig nicht alle industriellen CO2-Emissionen vermeiden. Damit das Kohlendioxid trotzdem nicht in die Atmosphäre entweicht, kann es aufgefangen und als Rohstoff weitergenutzt werden. Das Bundesforschungsministerium fördert daher bereits seit 2014 das Projekt Carbon2Chem, das sich Abgasen der Stahlindustrie widmet. Die Machbarkeitsstudie CarbonCycleMeOH richtet ihr Augenmerk nun auch auf die Chemie-Branche. Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen wollen Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft untersuchen, wie Abgase des Werks genutzt werden können, um aus ihnen und Grünem Wasserstoff Methanol und Methanol-Folgeprodukte herzustellen. Dabei untersucht die Studie sowohl die technische Umsetzbarkeit als auch mögliche Produktionskapazitäten und ökonomische Konsequenzen. Weitere Infos folgen in Kürze.

Langtitel: Machbarkeitsstudie zur CO2-Emissionssenkung mit Hilfe einer integrierten Kreislaufwirtschaft im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen zur Produktion von Methanol und dessen Folgeprodukten

Förderkennzeichen: 03SF0615A–C und E

Gesamtfördersumme: ca. 0,9 Mio. Euro

Partner: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. - Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS (Koordinator), envia THERM GmbH, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Nouryon Industrial Chemicals GmbH, assoziierter Partner: Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH

Projektlaufzeit: 01.03.2021 – 28.02.2023

Kontakt in das Projekt:

PD Dr.-Ing. habil. Matthias Jahn
Koordinator des Projekts CarbonCycleMeOh
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

+49 (0) 351 2553 7535